BAU 2017: Argeton - für Kreativität ohne Grenzen

  • Maßkonfektion durch Glasuren oder Engoben
  • Attraktives Gestaltungspotenzial
  • Sonderanfertigungen in hoher serieller Qualität

Hannover, Januar 2017 (PRG) – Eine ganze Welt an Gestaltungsmöglichkeiten bieten Argeton-Fassadenlösungen. Die Farbwirkung der keramischen Fassadenplatten kann durch Glasuren oder Engoben spezifiziert werden. Auf der BAU 2017 zeigt Wienerberger unter dem Messemotto „Planen, Bauen und Wohnen für alle“ ausgefallene Platten – sozusagen Maßkonfektion auf Architektenwunsch.
 
Im Werk Görlitz werden diese Sonderanfertigungen umgesetzt. Gerold Mühle, seines Zeichens Industriemeister der Keramik, ist ein gefragter Gesprächspartner für Besucher aus der ganzen Welt. Seit 24 Jahren tüftelt er mit an den Gestaltungsideen der Auftraggeber, berät beim Zusammenspiel von Glasuren, Engoben und Profilen. Mühle kennt nationale und kontinentale Trends: „Während in Russland kräftige Farben, häufig in Hochglanz, und sogar Goldtöne beliebt sind, setzen englische Architekten auf Effektglasuren, überwiegend bei Hell- und Dunkeltönen. Chinesische Investoren und Planer bevorzugen natürliche Farben in dezenten Schattierungen, während in Frankreich besondere Effekte wie Metallic beliebt sind.“

Umfangreicher Kreativbaukasten

Nach dem Trocknen der Fassadenelemente wird beim Engobieren oder Glasieren die Farbe mit Hilfe einer Schleuder oder in einer Airless-Kabine auf den ungebrannten Ton aufgebracht. Abweichend vom RAL-Standard können Farbtöne individuell durch Additive „erarbeitet“ werden. Dazu bedarf es Erfahrung, Fingerspitzengefühl und Geduld. Die Görlitzer Experten prüfen bei ausgefallenen Profilstrukturen zudem genau die Viskosität der Farbe, um einen gleichbleibenden Effekt auf jeder einzelnen Platte zu erzielen und ungewollte Farbverläufe zu vermeiden.
Engoben sind dünnflüssige Tonmineralmassen, die nach dem Auftrag einen natürlichen Charakter erzeugen. Durch Beimengung von Pigmenten oder Metalloxiden lassen sie sich speziell einfärben. Soll die Engobe eine glänzende Oberfläche erhalten – in der Regel ist diese matt – kommen extrem feine Tone zum Einsatz, die bereits bei niedrigen Temperaturen sintern.
 
Glasuren hingegen bilden eine geschlossene Oberfläche. Das Additiv Quarzmehl sorgt für Glanz und verstärkt dadurch Farbeffekte. Durch Zugabe von Metalloxiden lassen sich spezielle Färbungen erzielen: Weiß entsteht beispielsweise durch Zugabe von Zinkoxid, Grün durch Chromoxid, Brauntöne durch Mangan oder Eisen.

Görlitzer Premiere: Iridium-Effekt

Bearbeitet Gerold Mühle ausgefallene Aufträge, testet der Spezialist natürlich im Werkslabor, um den Kundenwunsch sicherzustellen. So auch bei der Fertigung der Argeton-Platten für das Klinische Forschungszentrum der Universität Clermont Ferrand, Frankreich: Die Architekten Anne-Françoise Jumeau + Emmanuelle Marin + David Trottin / Peripheriques Architects legten Wert auf einen Iridium-Effekt, eine schillernd farbige Emailleanmutung der Keramikplatten. „Diese Beschichtung erlebte ihre Premiere bei uns in Görlitz. Zum Einsatz kam eine sogenannte Lüsterfarbe, die eigentlich farblos ist. Durch Metalloxide und zweifaches Brennen der Platten haben wir dann den gewünschten schillernden Effekt in Blau- und Violetttönen erreicht“, so der Keramikexperte. Die Ansicht des mehrgeschossigen Gebäudes verändert sich – je nach Wetter, Sonnenstand und Himmelsfarbe. Die Argeton-Platten mit ihrer 2 800 Quadratmeter großen Fassadenfläche haben ausdrucksstarken Anteil daran.
 
Vorgehängte hinterlüftete Fassaden aus gebranntem Ton sind ein bewährter Baustoff sowie ein etabliertes architektonisches Gestaltungsmittel. Sie überzeugen durch Langlebigkeit, Wartungsarmut, Nachhaltigkeit und ein unerschöpfliches Kreativpotenzial.
 
Die Bilder dürfen nur mit vollständiger Quellenangabe genutzt werden.