Terca-Fassadenlösung für anspruchsvolle Bauaufgaben

Studentenwohnheime sind Mangelware in der Bundesrepublik. Zudem müssen sie besondere Ansprüche an Funktionalität und Wirtschaftlichkeit erfüllen; das begrenzt mitunter die Ästhetik. Dass dies auch anders geht, beweist die Universität Bremen mit dem Wohnheim Campus Viva in regionaltypischer Architektur mit Terca-Fassadenlösungen von Wienerberger.

Bauherr Projektgesellschaft Bremen Campus
Architekt

Schulze Pampus Architekten;

Dietrich Architekten und Ingenieure

Verarbeiter Baunternehmen Hesemann, Stadland-Rodenkirchen
Art der Baumaßnahme Neubau
Produkt/Farbe Wasserstrichziegel Campus (Objektsortierung)
Lage Mary-Astell-Str. 19, 28359 Bremen

 

Fassade und Baukörper des Neubaus beeindrucken durch stimmige Gliederung, harmonische Fenstergeometrie und ausgewogene Proportionen. Im Abstand von zehn Lagen wurde eine Reihe Klinker um zwei Zentimeter nach innen versetzt. Die so entstehende streifenartige Optik gliedert die Fassade horizontal und erzeugt ein interessantes Spiel von Licht und Schatten.

Sonderlösung für anspruchsvolle Fassade

Die Arbeitsgemeinschaft aus Schulze Pampus Architekten sowie Dietrich Architekten und Ingenieure und der Bauherr, die Projektgesellschaft Bremen Campus, suchten eine ästhetische, funktionale und wirtschaftliche Lösung in Ziegelrot, wie beim Oranje Spezial, aber ohne dunkle Anteile. Nach mehreren Stufen der Bemusterung bot Horst Fastenau, Teamleiter Vormauer, eine Sonderanfertigung dieses Klinkers an. Insgesamt 220 000 Vormauerziegel– jeder Stein ein Unikat – wurden so hergestellt. Der in hellem Ziegelrot gebrannte, rustikal anmutende Wasserstrichziegel Campus NF verkörpert norddeutsche Architektur, wie sie das ganze Viertel kennzeichnet.

 

Von Fuge zu Fuge

Bei konstruktiven Details, wie der Anordnung der Dehnungsfugen, bewährte sich die Erfahrung von Wienerberger als Systemanbieter für Baustofflösungen. Entwässerungsfugen wurden ausgeführt, um Schäden durch Feuchtigkeit zu vermeiden - obwohl diese nach dem neuen Eurocode nicht zwingend nötig gewesen wären. Über und unter den Fenstern wurde jede zweite Stoßfuge als Lüftungs- beziehungsweise Entwässerungsfuge realisiert. Weitere befinden sich am oberen und unteren Rand des Gebäudes.

Zeitlose, traditionelle Optik, werthaltige Architektur und niedrige Wartungskosten sind die Vorteile von Terca-Fassadenlösungen. Der Bauherr bewies mit dieser Investition auch baukulturelle Verantwortung.

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