Roter Teppich für Leinwandhelden

Konzipiert als Zentrum für kreative Branchen in Wales und Sitz der neuen Roath Lock Studios der BBC ist Porth Teigr ein etwas mehr als 15 Hektar großes Entwicklungsgrundstück in Cardiff Bay. Dieser Standort mit Mischnutzung wird Gewerbe-, Einzelhandels und Wohnflächen umfassen und ist eines der bedeutendsten Stadtentwicklungsprojekte am Wasser im gesamten Vereinigten Königreich.

Bauherr igloo
Architekt/Planer LDA Design
Art der Baumaßnahme Sanierung/Modernisierung
Produkt/Farbe Norderney
Format 210x50x70 mm
Lage Porth Teigr, Cardiff Bay, Wales
 
 
Als Gemeinschaftsprojekt von igloo, einer Investmentfirma für Stadterneuerung, und der walisischen Regierung stellt Porth Teigr das letzte große Baugrundstück im Innenhafengebiet der Bucht von Cardiff dar. Realisiert werden rund 93.000 Quadratmeter Gewerbefläche und mehr als 1.000 Neubauwohnungen. Katalysator für dieses Vorhaben ist die Entstehung der BBC’s Roath Lock Studios, die das Zentrum um die Kreativindustrie ergänzen werden.

Mit der Durchführung erheblicher Stadterneuerungsmaßnahmen wird Cardiff Bay zu einem der internationalsten und kreativsten Zentren im Vereinigten Königreich. Gleichzeitig bewahrt es sein traditionelles walisisches Erbe. Die übergeordnete Zielsetzung für den öffentlichen Raum war es, sowohl auf die Schönheit und den Maßstab der natürlichen Umgebung der Cardiff Bay als auch auf die gewaltige Bedeutung der lokalen Industriekultur Bezug zu nehmen. Durch die überwiegende Nutzung von Naturmaterialien sowie deren schlichte Anordnung soll dieses Anforderungsprofil erfüllt werden.

In der Bay-Region befinden sich zahlreiche walisische Kulturdenkmäler einschließlich des Senedd, des Sitzes der National Assembly for Wales, des Wales Millennium Centre und des Pierhead Building mit seiner unverwechselbaren roten Ziegelfassade. Roter Ziegel ist ein Motiv, das in der gesamten Bay-Region zu finden ist, und spielt eine bedeutende Rolle für die Farbgebung in Porth Teigr, insbesondere bei der Gestaltung von Fußwegen und Uferpromenaden. David Wesselingh, Landschaftsarchitekt bei urban realm designers LDA Design, sagt hierzu: „Rote Pflasterklinker prägen einen Großteil der gebauten Umwelt in Cardiff Bay, und es war uns sehr wichtig, dieses typische Erscheinungsbild nicht zu verlieren. Andererseits wollten wir Porth Teigr eine eigene Identität als markante Örtlichkeit verleihen, losgelöst vom restlichen Gebiet.“

Ausgleich zwischen Altem und Neuem

Um diese beiden Ziele zu erreichen, legte sich Wesselingh auf den Pflasterklinker "Norderney" von Wienerberger fest. Seine charakteristische tiefrote Farbe wird ergänzt durch Blau- und Grauschattierungen, um dem Erscheinungsbild der gepflasterten Fläche mehr optische Tiefe zu verleihen. Die farblichen Eigenschaften entstehen durch das Brennen des natürlichen Materials Ton in einem Brennofen. Zudem sind beim verwendeten Slimpave-Wasserstrichziegel die Abmessungen der einzelnen Pflasterklinker ungleich, und die schmalen Proportionen erzeugen das erwünschte handgefertigte Aussehen. Bedingt durch die Lage am Hafen und die hohe Passantenfrequenz in der Porth-Teigr-Region war Robustheit ebenfalls eines der vorrangigen Kriterien für das Designteam und das Cardiff City Council. Aufgrund der für gebrannte Tonprodukte charakteristischen Leistungsmerkmale ist der Slimpave Koln Red ein strapazierfähiger Pflasterziegel. Wesselingh schlussfolgert: „Es ist der Maßstab und die Exponiertheit dieser Hafenumgebung, die für Porth Teigr identitätsstiftend wirken. Die Verwendung von nur wenigen Materialtypen, die auf natürliche Weise verwittern werden, und die Verarbeitung in unkomplizierten Mustern mit großzügigen Kanten und einfachen Verbindungsstellen ist ein bewusster Schritt. Damit wird der großzügige Maßstab der Hafenumgebung gewürdigt. Der Slimpave Koln Red wurde auf einer Außenfläche von 4.200 Quadratmetern verlegt, und deshalb sind Funktion und Leistungsmerkmale entscheidend. Der Pflasterklinker erzielt einen Ausgleich zwischen Altem und Neuem. Damit wird er sowohl der gebauten Umgebung als auch der natürlichen Umwelt gerecht und harmoniert sowohl mit dem modernen Medienzentrum an diesem Standort als auch mit dem räumlich gestalterischen Gesamtkontext.“

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