Pflasterklinker Florenz Bunt für historische Rheinperle

Repräsentativer Charakter des neuen Haupteingangs
Flora in Köln glanzvoller Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens

Bauherr/Bauträger Stadt Köln
Art der Baumaßnahme Sanierung/Modernisierung
Architekt/Planung Architekturbüros K+H Architekten und Generalplaner GmbH, Stuttgart
Produkt/Farbe Florenz Bunt, orangegelb geflammt
Format 300 x 150 x 52 mm
Größe 1.600 m²
Lage Flora, Köln
 
 

Seit Juni 2014 erstrahlt sie in neuem Glanz: die Flora der Stadt Köln. Nach dreijährigem Umbau ist das historische Gebäude mit dem sich anschließenden Botanischen Garten wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Die ursprüngliche Flora war ein palastartiger Wintergarten aus Gusseisen und Glas, entworfen von den Kölner Architekten Max Nohl und Joseph Felten. Die architektonische Gestaltung mit dem prägenden, gekreuzten Tonnendach lehnte sich an Vorbilder in London und Paris an. Im zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude einschließlich Garten stark zerstört.

Generalsanierung zum Doppeljubiläum

Im Jahr 2009 entschied der Rat der Stadt Köln, die Flora aufgrund baulicher Mängel vorübergehend zu schließen und 2011 die Generalsanierung des denkmalgeschützten Gebäudes nach historischem Vorbild anzugehen. Auftraggeber war die Gebäudewirtschaft der Stadt Köln, Planung und Bauüberwachung lagen in der Verantwortung des Stuttgarter Architekturbüros K+H Architekten und Generalplaner GmbH. Rechtzeitig zum Doppeljubiläum 150 Jahre Flora und 100 Jahre Botanischer Garten feiert die historische Anlage ihre Wiedereröffnung.

Unter dem rekonstruierten Tonnendach entstand ein neuer Veranstaltungssaal, Eingangsbereich und Saal-Foyer wurden vergrößert, im neuen gläsernen Anbau bieten Bistro, Orangerie und der Parksalon Raum für individuelle Veranstaltungsformate. Zusätzlicher Nutzraum wurde durch die Erweiterung des Sockels geschaffen. In historischem Ambiente finden in der Flora hochkarätige Konzerte, internationale Tagungen  und festliche gesellschaftliche Veranstaltungen statt.

Höchste Materialansprüche für die Pflasterfläche

Im Zuge der Wiederherstellung wurde auch der Außenbereich neu gestaltet, drei der vier angrenzenden Gebäudeflächen sowie der Zugang zum neu gestalteten Haupteingang sollten gemäß Denkmalschutzvorgaben nach historischem Vorbild im Farbspektrum orange-gelb-beige gepflastert werden. Die Wahl fiel auf den Wienerberger stranggepressten Klinker Florenz Bunt orangegelb geflammt aus dem Penter-Pflasterklinkerprogramm.

„Die Naturfarbtöne dieses Pflasterklinkers schlagen eine Brücke zu den Farben der umgebenden Natur des botanischen Gartens, sind also Mittler zwischen Umgebung und Architektur“, erläutert Architekt Wieland Egger von K+H das Konzept. „Außerdem unterstützt die hohe Qualität des Wienerberger-Pflasters die hochwertige, denkmalgeschützte Architektur der Flora. Trittsicherheit, Beständigkeit gegen Frost und Schmutz sowie die lebenslange Farbechtheit waren entscheidende Faktoren für den Pflasterklinker von Wienerberger.“ Insgesamt beträgt die gepflasterte Fläche knapp 1 600 Quadratmeter.

Maßhaltig, optisch einwandfrei und einfache Verlegung

Nach Vorgaben des Planers wurden die Flächen südlich und östlich des Gebäudes im Ellenbogenverband verlegt, der Zugang zum Haupteingang sowie die Freifläche des Bistros klassisch in Reihe. Auf zwei Drittel der Fläche kamen dabei besonders große Pflasterklinker im Format 300 x 150 x 52 mm zum Einsatz. Zusätzlich strukturiert wurden die Pflasterflächen durch Basaltplatten vor dem Haupteingang entlang der Handläufe aus Stahl oder durch in die Fläche integrierte Sonnenschirme und Scheinwerfer. Detmar Jahn, Geschäftsführer der bauausführenden Firma Benning aus Münster: „Da die Flora rechtzeitig zum Jubiläum im Juni 2014 saniert sein musste, standen wir unter hohem Zeitdruck. Durch gute Planung und zusätzliche Nachtschichten schafften wir es, die Pflasterung innerhalb von drei Wochen abzuschließen. Sämtliche Klinker wurden von Wienerberger just in time angeliefert, waren maßhaltig, optisch einwandfrei und einfach zu verlegen.“

Verwandte Artikel