Mehr Urbanität wagen

• „Medienfenster“ bereichert Technologiestandort mit attraktiven Appartements und markiert Wandel zu lebendigem Quartier • Raffiniert ausgearbeitete Ziegelfassade schafft Reminiszenz an Industriearchitektur früherer Jahre • Für Mehrgeschosser konzipierter Poroton S10-MW für die Hintermauer im Einsatz

Hannover, Januar 2018 (PRG) – Es gibt sie durchaus, die Berliner Erfolgsgeschichten. Zum Beispiel Adlershof: Rund um den Wissenschafts- und Technologiepark im Südosten Berlins ist in den letzten 20 Jahren – strategisch geplant – eine Stadt in der Stadt entstanden. Mehr als 1 000 Unternehmen und wissenschaftliche Einrichtungen haben sich hier angesiedelt, in denen knapp 16 000 Menschen arbeiten und mehr als 6 000 studieren.
 
Wohnraum ist in der Wissenschaftsstadt jedoch nach wie vor rar. Mit dem Geschossbau „Medienfenster“ mit 153 hochwertigen Appartements setzte das bekannte Berliner Architekturbüro Thomas Müller Ivan Reimann Architekten ein Zeichen für mehr Urbanität. Errichtet wurde es in zweischaliger Ziegelbauweise mit Produkten von Wienerberger.

Wohnen und Arbeiten vereint

Die urbane Gestaltung des Wissenschafts- und Technologieparks ist zentrales städtebauliches Ziel. Dafür möchte der Betreiber, Wista Management GmbH, einerseits die Rudower Chaussee, die zentrale Mobilitätsachse, zur Wirtschaftsmagistrale mit Geschäften, Hotels, Restaurants und Büros ausbauen, andererseits mit einer Mischung aus Miet- und Eigentumswohnungen, Townhouses und Studentenappartements urbane Wohnqualität schaffen. In diesem Sinne stellt das im Sommer 2016 fertiggestellte „Medienfenster“ eine Bereicherung dar. Der Name knüpft an die Tradition als Medienstandort mit inzwischen mehr als 100 Medienunternehmen an. Errichtet ist das Gebäude auf dem Grundstück des Deutschen Fernsehfunks der DDR.

Architektur mit städtebaulicher Bedeutung

Vom S-Bahnhof Adlershof kommend markiert das „Medienfenster“ mit dem achtgeschossigen Turm den Eingang zum Wissenschaftscampus. Der sich anschließende fünfgeschossige Baukörper entlang der Rudower Chaussee und der Moriz-Seeler-Straße wird beiderseits durch markante Rücksprünge rhythmisiert. Unter dem Rücksprung direkt am achtgeschossigen Turm verbindet ein Durchgang die parallel verlaufenden Straßen für Fußgänger und Radfahrer. „Der Baukörper wird so einerseits als eine dem Ort und seiner städtebaulichen Bedeutung angemessene Großform mit einem klaren Hochpunkt wahrgenommen, differenziert sich andererseits in einzelne ablesbare Volumina, welche den Maßstab gegenüber der umgebenden Bebauung wahren“, erläutert Architekt Thomas Müller das Konzept.

Kraftvolle Fassade erinnert an Industriearchitektur

Die Vormauer besteht aus dem Terca-Verblender Keitum orangebunt geschlämmt von Wienerberger. Thomas Müller: „Die kraftvolle, rote Fassade schafft die Verbindung zu bereits bestehenden Backsteingebäuden in Adlershof und verortet das Gebäude so selbstverständlich in der Umgebung.“ In Verbindung mit großzügigen Fensteröffnungen unterstreicht die Fassade den skulpturalen Charakter des Gebäudes und erinnert an die Industriearchitektur des 19. Jahrhunderts. Dazu trägt auch die typische Oberflächenstruktur des Wasserstrichziegels sowie die vor dem Brennen aufgetragene Schlämme bei, die das kräftige Orangerot durch dunkle und helle Farbschattierungen ergänzt. Die Akzentuierung seitlich der Fenster durch unterschiedliche Tiefen der Ziegellagen verleiht der Fassade Dynamik und erweckt den Eindruck verschiebbarer Rollläden, wobei die Steinlagen geschossweise „verspringen“.

Im Sinne einer bauphysikalisch homogenen, langfristig hochwertigen und wohngesunden Bauweise wählten die Architekten für die Hintermauer mit Mineralwolle verfüllte Poroton-Ziegel S10-MW in der Stärke 36,5 Zentimeter sowie für die Innenwände Planfüllziegel, beides von Wienerberger. Der Poroton-Ziegel S10-MW ist aufgrund der hohen Druckfestigkeitsklasse 12 für Gebäude mit bis zu neun Geschossen einsetzbar und somit für den Geschosswohnungsbau prädestiniert. Zudem erfüllt er die hohen Anforderungen an Wärme- Brand- und Schallschutz.

Hochwertiges Wohnen auf Zeit

Die 153 Appartements mit ein bis drei Zimmern sind auf die Bedürfnisse von wissenschaftlichen Mitarbeitern, Studierenden oder Menschen zugeschnitten, die zeitlich begrenzt eine Bleibe benötigen, beispielsweise Gastprofessoren oder ausländische Studierende. Die Wohnungen sind deshalb vollständig möbliert. Zu jeder Einheit gehört neben der offenen Kochnische mit Einbauküche auch ein Badezimmer. Mit Highspeed-Internet und Flachbild-TV sind die Appartements medial auf dem neuesten Stand. Im Erdgeschoss befinden sich Gewerbe- und Gastronomieflächen.

Die Vision eines urban geprägten Stadtteils, die die Berliner Stadtplaner Anfang der 1990er-Jahre für Adlershof entwickelten, nimmt mehr und mehr Gestalt an. In der Wissenschaftsstadt verbinden sich Wohnen und Arbeiten zur Erfolgsformel für einen international attraktiven Standort.
 
 
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