Leuchtturmprojekt für preisgedämpftes Wohnen

Wohnungsbaugenossenschaft Solidarität e.G. Berlin

Hannover/Berlin, Mai 2016 (PRG) – Mit traditionellem Hammerschlag wurde am 10. Mai in Berlin die Grundsteinlegung für ein Neubauprojekt der Berliner Wohnungsbaugenossenschaft Solidarität besiegelt. Zuvor war die Zeitkapsel in Anwesenheit des Berliner Senators für Stadtentwicklung und Umwelt, Andreas Geisel, eingemauert worden. Im 60. Jahr ihres Bestehens realisiert die Genossenschaft ein Bauvorhaben mit besonderer Signalwirkung: Im Stadtbezirk Lichtenberg entstehen im ersten Bauabschnitt 55 Wohneinheiten mit Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen. Es ist das erste Neubauprojekt der Genossenschaft seit 30 Jahren. Bisher hatte sich das Wohnungsunternehmen der Sanierung des Gesamt-bestandes von über 3 100 Einheiten gewidmet. Das Wienerberger Projekt Management (WPM) begleitete das Bauvorhaben in der Planung beratend und wird auch bei der Bauausführung betreuen. Projektentwicklerin Margitta Zielecke war ebenfalls zu diesem Termin vor Ort.

Senator Geisel, der auch das Umweltressort verantwortet, zeigte sich beeindruckt vom nachhaltigen Gesamtkonzept für den Sechsgeschosser und von der Baustoffwahl. Der Bauherr entschied sich für eine monolithische Konstruktion aus Poroton-Ziegeln mit integrierter Wärmedämmung aus Mineralwolle. „Dieser Baustoff“, so Torsten Klimke, Technischer Vorstand der Genossenschaft, „sorgt für ein gesundes Raumklima, den nötigen Schall- und Brandschutz. Der Verzicht auf eine künstliche Dämmung an der Fassade senkt die Unterhaltskosten auf Dauer. Gleichzeitig erreichen wir einen hohen energetischen Standard von mindestens KfW-70-Energieeffizienzhaus unter Beachtung der Wirtschaftlichkeit, um die Nebenkosten niedrig zu halten.“

Berlin hat Neubauoffensive gestartet

Die Genossenschaft setzt auch auf die soziale Komponente „Generationenwohnen“. Mehr als die Hälfte der Wohnungen, die zu einer durchschnittlichen Nettokaltmiete von 8,50 Euro pro Quadratmeter angeboten werden, besteht aus zwei Räumen und stehen Senioren oder Bewerbern offen, die sich verkleinern wollen. Neben sechzehn Drei-Zimmer-Wohnungen sind weitere fünf Einheiten als Vier-Zimmer-Wohnung vorgesehen und werden an Familien mit Kindern vergeben. Alle Zugänge sind barrierearm; das Erdgeschoss barrierefrei. Eine Fernwärmestation sorgt für eine umweltfreundliche Bereitstellung von Heizwärme und Warmwasser. In Kombination mit der Gebäudehülle aus Ziegelmauerwerk wird ein zukunftsfähiger energetischer Standard sichergestellt.
 
Als beispielhaft würdigte Senator Geisel dieses Projekt, spielen doch Genossenschaften eine wichtige Rolle bei der Bedarfsdeckung im sozialen Wohnungsbau. Im Rahmen der Neubauoffensive stellt Berlin neun landeseigene Grundstücke zur Verfügung. Dafür wurde die Liegenschaftspolitik neu ausgerichtet. So wird erwogen, das Bauland als Wertanlage des Senats bei den Projekten einzubringen.