Keramik-Fassade mit Argeton-Platten von Wienerberger

• Energetische Sanierung mit keramischen Fassadenplatten • Zeitlose moderne Fassade • Wirtschaftlich für Investoren und Mieter

Hannover, März 2015 (PRG) – Argeton-Fassaden veredeln nicht nur moderne Gebäude, sie verleihen auch in die Jahre gekommenen Objekten neuen Glanz. Wohnquartiere – gebaut in den 50er- bis 70er-Jahren – benötigen neben der Optimierung des Wärmeschutzes auch eine optische Aufwertung der Bausubstanz, um eine Verbesserung der Wohnqualität zu erreichen.

 

Im Hamburger Stadtteil Lokstedt prägt seit 1975 ein Mehrfamilienhaus mit insgesamt 28 Wohneinheiten das Umfeld in der Von-Eicken-Straße – insbesondere durch seine beiden im Versatz zueinander stehenden ‚Wohnquader‘. Das Gebäude gehört zum Bestand der Baugenossenschaft dhu. Diese ließ im Zuge einer energetischen Sanierung die großformatigen Faserzementplatten sowie alle Balkonbrüstungen durch einen zertifizierten Fachbetrieb abtragen. Weitere Sanierungsmaßnahmen umfassten die Dämmung der Kellerdecke, den Austausch der alten Fassaden- und Flachdachdämmung. Besonderes Augenmerk lag bei der Dachdämmung auf den Abdichtungen der Dachdurchführungen. Der Einbau einer zentralen Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung vervollständigte das Sanierungspaket. Die Fenster waren von der dhu bereits im Vorfeld erneuert worden.

Optimaler Brandschutz und Wirtschaftlichkeit

Nach Aussagen der Baugenossenschaft fiel die Entscheidung von Anfang an aus brandschutztechnischen sowie wirtschaftlichen Gründen für eine hinterlüftete Vorhangfassade (VHF) von Wienerberger und somit gegen ein Wärmedämmverbundsystem (WDVS). Damit setzten die Investoren auf optimalen Wetterschutz durch Schlagregensicherheit und Feuchtigkeitsregulierung, geringe Wartungskosten, bestmögliche Wärmedämmung sowie Schall- und Brandschutz. Vorgehängte hinterlüftete Fassadenkonstruktionen gelten im bauphysikalischen Sinne durch die konstruktive Trennung von Außenbekleidung und Dämmung mit dem dazwischenliegenden Hinterlüftungsspalt als sicherer Gebäudeschutz. Das Fassadensystem ist mit der Brandschutzklasse A1, nicht brennbar, eingestuft. Zu den wirtschaftlichen Vorteilen zählen außerdem die exakte Kalkulation der Fassade, witterungsunabhängige Ausführung, geringere Standzeiten der Gerüste durch einen hohen Vorfertigungsgrad der Plattenelemente sowie kaum Entsorgungsaufwand auf der Baustelle.

Sympathisch, lebendig, rational

Die Entwurfs- und Ausführungsplanung sowie Objektüberwachung übernahm das Hamburger „raumbüro architektur“. Der detailgenaue Rasterplan des Architekten Dipl.-Ing. Matthias Seiberlich für die Verlegung der Argeton-Fassadenplatten sah aus gestalterischen Gründen vier verschiedene Formathöhen (25, 22,5, 20, 15 Zentimeter) und unterschiedliche Plattenlängen in drei Farben vor, die von Wienerberger maßgenau vorproduziert wurden. Nur die Anschlussplatten mussten zum Toleranzausgleich auf der Baustelle zugeschnitten werden.

 

Für die senkrechte Unterkonstruktion, bestehend aus vorgefertigten Aluminium-T-Profilen, die in statisch erforderlichen Abständen an der Gebäudewand verankert wurden, zeichnete die Fassadenbaufirma Henke AG verantwortlich. Auf die horizontalen Tragwerksprofile – Lieferung von Wienerberger – wurden die keramischen Plattenelemente verdeckt mittels Klammern befestigt. Zuvor brachten die Fassadenbauer eine 16 Zentimeter starke Dämmung aus einseitig vlieskaschierten schwarzen Mineralfaser-Platten ein. Damit war auch die Möglichkeit eines einfachen und sicheren Toleranzausgleichs gegeben. Zur Wärmebrückenminimierung dienten Thermostopps.

 

Für die 1 700 Quadratmeter umfassende Verkleidung kamen zwei Platten-Modelle zum Einsatz: Tampa und Terzo. Tampa, als der Klassiker unter den keramischen Fassadenelementen, sorgt rillenlos für eine klare Gebäudeoptik. Terzo dagegen schafft aufgrund der Scheinfugen eine lebendige Gebäudeästhetik. Dabei teilen die Fugen nicht nur optisch die Fläche, sondern bewirken einen changierenden Effekt.

 

 

Das unregelmäßige Plattenraster ist von zwei Farben geprägt – Lachsrot und Saharagelb. Architekt Dipl.-Ing. Matthias Seiberlich: „Mit den wechselnden Ziegelfarben konnten wir die einzelnen ‘Wohntürme’ vertikal herausarbeiten. Die verschiedenen Plattenbreiten schaffen dagegen einen kaum merklich horizontalen Rhythmus, der sich geschossweise wiederholt und die Fassade in ihrer gesamten Höhe auf eine dezente Art belebt.“ Im Erdgeschoss kamen Argeton-Elemente in Vulkangrau zum Einsatz. Sie verleihen dem verhältnismäßig kleinen und niedrigen Hauseingang eine bessere Fernwirkung und betonen zugleich die darin befindlichen Glasmosaikarbeiten und LED-Leuchten. Auch die Technikzentrale auf dem Dach wurde mit Tampa in Vulkangrau verkleidet. Fensterlaibungen, Balkonabschlüsse und Außentüren aus pulverbeschichtetem Aluminium verstärken den zeitgemäßen Charakter des Gebäudes.

Nachhaltig, hochwertig, kostensparend

Die so entstandene hochwärmedämmende Konstruktion beschert  Bauherren und Mietern viele Vorteile: Als vorgehängte, hinterlüftete Fassade bietet sie ein ausgereiftes optimales System mit langer Lebenserwartung und hohem Energieeinsparpotenzial. Der Primärenergiebedarf des Gebäudes konnte durch die energetische Sanierung von 184 kWh/m²a auf 53 kWh/m²a pro Quadratmeter Wohnfläche gesenkt werden. Die Bewohner profitieren von geringeren Nebenkosten und dank einer zentralen Abluftanlage mit Wärmerückgewinnung auch von verlässlicher Frischluftzufuhr.

Fazit: Aufwertung der Immobilie

Argeton-Ziegelvorhangfassaden haben sich in den vergangenen Jahren vor allem im Objektbereich bei Büro- und Verwaltungsgebäuden etabliert. Die aktuelle Diskussion zum Brandschutz im Geschossbau zeigt jedoch, dass diese auch in Wohnungsneubau und -sanierung eine sehr gute Wahl sind. Keramische Platten erweisen sich als hochwertig, wirtschaftlich und nicht brennbar. Die Wandverkleidung ist unverrottbar, schimmel- und fäulnisbeständig, resistent gegen Algen sowie zu 100 Prozent recyclingfähig. Die lange Lebensdauer der Fassade, der geringe Wartungsaufwand und die optische Aufwertung des Hauses tragen zur Wertsteigerung bei.