Energiebedarf halbiert, Verkaufswert verdoppelt

Wohnanlage Mettmann: Fassadensanierung mit Argeton

Hannover, September 2015 (PRG) – In unmittelbarer Nachbarschaft zur Rheinmetropole Düsseldorf liegt die Kreisstadt Mettmann. Hier wurde 1972 auf einem 12 000 Quadratmeter großen, parkähnlichen Hanggrundstück eine attraktive Wohnanlage errichtet. Zwei gleich hohe Gebäude mit quadratischen, gegeneinander versetzten Grundflächen sind zur Straßen- und Eingangsseite fünfgeschossig und hangseitig siebengeschossig. Charakteristisch sind große Balkone, die auf der Nordost- und Südwestseite über die gesamte Fassadenbreite reichen. Ein privates Hallenbad, Sauna, Gewerbeeinheiten für den Alltagsbedarf und ein Hotel sorgen dafür, dass in der Wohnanlage Mettmann „gut Leben“ ist. Bei der energetischen Rundumsanierung fiel die Entscheidung auf die keramische Fassadenlösung Argeton von Wienerberger.

Hohe Bäume, hohe Ansprüche

Die Gebäudegruppe ist von hohem Baumbestand umgeben und die ursprüngliche Fassade aus zementgebundenen, betondachsteinähnlichen Platten war in den beschatteten Bereichen großflächig bemoost. Auch unter Einbezug einer zu erwartenden Wertsteigerung entschieden sich die Eigentümer für die von Architekt Werner Kettler empfohlene hinterlüftete und vorgehängte Argeton-Fassadenlösung von Wienerberger. Die Tonziegelfassade überzeugt durch hervorragende bauphysikalische Eigenschaften, das umfangreiche Form- und Farbsortiment sowie die unkomplizierte Montage mit Spezialhaltern auf einer Unterkonstruktion.

 

„Neben den bauphysikalisch bei einer KfW-Förderung vorgegebenen Anforderungen waren auch die Ansprüche der Eigentümer an die neue Gebäudehülle sehr hoch. Außer schmutzabweisend war den Entscheidern eine hohe Lebenserwartung, niedrige Kratz- und Stoßempfindlichkeit, geringe Bemoosungs- und Verschmutzungsgefahr, gute Reinigungsmöglichkeit und hohe optische Wertigkeit und Nachhaltigkeit wichtig“, berichtet Architekt Werner Kettler.

 

Durch die unterschiedlichen Geschosshöhen, – das Erdgeschoss ist einen Meter höher als die anderen Geschosse –, ergeben sich zwei unterschiedliche Plattenhöhen. Eine weitere, profilierte Platte dient als Höhenausgleich zwischen den Geschossen und als Gestaltungselement. Sie verläuft bandartig um die Gebäude.

Individuell und flexibel

Bei den verwendeten Argeton-Ziegelformaten handelt es sich nicht um Standardformate, sondern um die Höhen 345, 350 und 415 Millimeter (für die profiliert gerillte) und die Breiten bis 1 405 Millimeter. Alle Ziegel wurden objektbezogen gefertigt. Ziegelquerschnitte, die nicht im Sortiment sind, können im Wienerberger Werk bis zu einer Formathöhe von 500 Millimetern individuell für jedes Bauvorhaben entwickelt werden. „Für mich als Architekt war diese Flexibilität sehr wichtig. Zusatzkosten entstehen nur für das benötigte neue Mundstück an der Strangpresse, auf den Quadratmeterpreis wirkt sich die Fertigung dieses Werkzeugs nicht aus“, berichtet Architekt Kettler. Auf Einladung des Wienerberger Ziegelwerks Görlitz besichtigten Architekt und Verarbeiter das Werk und konnten bei der Produktion „ihrer“ Ziegel live dabei sein. 

 

Der Farbton orange wurde auf individuellen Wunsch des Architekten angepasst. „Nach eingehender Beratung entschieden wir uns für eine engobierte Oberfläche. Durch das Engobieren wird die Oberfläche geschlossener und glatter, der gewählte Farbton orange – nach meinem individuellen Empfinden – noch etwas wärmer. Material und Farbkonzept der Tonplatten erfreuen sich hoher Akzeptanz bei Bewohnern und in der Nachbarschaft. Die engobierte Oberfläche ist schmutzabweisend und der orange Farbton korrespondiert hervorragend mit den bronzegrauen Aluminiumverbund- und silberfarbigen Balkonplatten“, sagt Architekt Kettler.

 

Nach der Fassadensanierung zeigt sich der Gebäudekomplex optisch von seiner besten Seite. Die neue Gebäudehülle unterstreiche die Hauptnutzung „Wohnen“ und wirke freundlich, frisch und einladend, so der Architekt. Sowohl bei der Farbgestaltung, als auch bei den Argeton-Ziegelformaten erfüllte das Wienerberger Ziegelwerk Görlitz fern des Standardsortiments alle exklusiven Kundenwünsche. Dazu gehörte auch die Gravur des Planer-Namens, die durch einen Steinmetz im Sandstrahlverfahren ausgeführt wurde.    

Energiebedarf halbiert, Verkaufserlös verdoppelt

Die Sanierung der Wohnanlage Mettmann folgte einem energetischen Gesamtkonzept. Neben der Sanierung der Gebäudehülle im Jahr 2011 wurden in den Jahren 2000 bis 2013 auch ein Großteil der Fenster, die Flachdächer, Kellerdecken und die Heizungsanlage des Schwimmbades erneuert. Der neue Energieausweis wurde im Jahr 2014 ausgestellt. Im Vergleich zum Jahr 2007 sank der Primärenergiebedarf von 370 kWh/(m²a) auf 153,5 kWh/(m²a), der Endenergiebedarf von 123 kWh/(m²a) auf 54,0 kWh/(m²a) und die CO2-Emissionen von 84,2 kg/(m²a) auf 40,5 kg/(m²a). Die von der Eigentümergemeinschaft beauftragten Sanierungsmaßnahmen haben damit nahezu eine Halbierung aller Werte gebracht, betont Architekt Werner Kettler und auch die Wertsteigerung für die Eigentümer ließe sich beziffern. „Die Verkaufserlöse haben sich verdoppelt!“