Moderne Event-Location mit Charme von Industriearchitektur

• Keramische Baustofflösungen für gesundes Arbeiten und Wohnen • Mit Ziegeln gebaut vom Keller bis zum Dach • Kamtec LAS 20 W für gleichzeitiges Befeuern mehrerer Öfen

Hannover, Mai 2017 (PRG) – Dirk und Sarah Reimann sind Feuer und Flamme für ihr Geschäft. Sie verkaufen nicht nur Kamine, Öfen, Grills, Schornsteine und Fliesen. Sie verstehen es, diese Produkte zu zelebrieren. Ihr Ofenloft im niedersächsischen Lohne hat sich zu einer begehrten Event-Location entwickelt, wo übers ganze Jahr Grillkurse stattfinden. Schaustücke wie Kamine, Öfen oder Feuerkörbe werden dabei in Szene gesetzt, Funktion und Bauweise lassen sich so hervorragend erläutern. Industrietypische Architekturdetails und vor allem die Ziegelfassade verleihen dem Ofenloft besonderen Charme.
Wenn Dirk und Sarah Reimann zurückschauen, sind sie stolz auf das Erreichte. Neben dem Firmengebäude haben sie sich auch ein neues Zuhause gebaut, da das Grundstück groß genug war. Für den Maurer-, Fliesenleger- und Kaminbaumeister Reimann kam nur Ziegel als Baustoff in Frage: „Wir wollten soweit wie möglich mit wohngesunden Naturbaustoffen bauen. Ziegel ist mit seinen feuchteregulierenden Eigenschaften klar im Vorteil gegenüber anderen Wandbaustoffen – ein seit Jahrtausenden bewährter Baustoff.“

Duale Gebäudeplanung

Die ursprüngliche Idee, Geschäfts- und Privathaus regionaltypisch in der Art eines Bauernhofes zu kombinieren, war nicht durchführbar. Da auf dem Nachbargrundstück eine Fabrikhalle steht, machte die Stadt Lohne Auflagen. Die Gebäude sollten sich nicht nur an den Industriecharakter anlehnen, sondern sich auch in der Traufhöhe an der benachbarten Halle orientieren. Mit der Idee, beide Gebäude im Stile der Industriearchitektur des 19. Jahrhunderts zu bauen, ließen sich die behördlichen Auflagen und der Wunsch nach Ziegelarchitektur in Einklang bringen. Die Planung des Ofenlofts und des Wohnhauses übernahmen Dirk und Sarah Reimann weitgehend selbst. Für Statik und alle erforderlichen Zeichnungen zogen sie Fachleute zu Rate. Bei Keller, Außen- und Innenwänden, Vormauer, Schornsteinsystem sowie der Geschossdecke im Wohngebäude kamen keramische Baustofflösungen von Wienerberger zum Einsatz. Selbst die Terrasse vor dem Loft wurde in dem Architekturstil entworfen.

Hochwärmedämmende zweischalige Gebäudehülle

Für die Hintermauer beider Gebäude wählte Dirk Reimann den Poroton-Planziegel-T12 in der Stärke 42,5 Zentimeter. Er eignet sich für den Bau von Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäusern. Seine geringe Wärmeleitfähigkeit von 0,12 W/m2K sowie die witterungsbeständige zweischalige Außenwandkonstruktion in Kombination mit einem durchdachten Haustechnikkonzept waren Voraussetzung für die Einstufung als KfW-Effizienzhaus. Die Vormauerschale errichtete der Bauherr mit dem Verblender HKS Rot aus dem Terca-Programm von Wienerberger. Der Wasserstrichziegel wurde im Wilden Verband verarbeitet. Zusammen mit den grauen Fensterprofilen und dem anthrazitfarbenen Dach unterstreicht er die typische Industriearchitektur. Die rot nuancierte Fassade verhilft diesem Gebäudeensemble zu einer weithin sichtbaren Wiedererkennung.

Dirk Reimann: „Dank der großen Wandstärke und der ohnehin sehr guten Wärmedämmeigenschaften des Poroton-T12 war es energetisch nicht notwendig, eine Dämmschicht zwischen Hinter- und Vormauer einzubringen. Trotz der großen, über zwei Geschosse reichenden Fensterflächen im Loft erreicht das Gebäude einen sehr guten energetischen Standard. Auf eine kontrollierte Be- und Entlüftung verzichteten die Reimanns, stattdessen wird manuell gelüftet. Für die Innenwände kam der Poroton-Hochlochziegel-Plan-T als sogenannte Zwischenwandplatte (ZWP) in der Stärke 11,5 Zentimeter zum Einsatz. Im Wohnhaus wurde zwischen Erd- und Obergeschoss zudem eine Ziegeldecke von Wienerberger eingebaut, die im Zusammenspiel mit den Wänden aufgrund ihrer keramischen Eigenschaften für ein rundum wohngesundes Raumklima sorgt und zugleich den geforderten Schall- und Brandschutz sicherstellt.

Montagesystem für Schornstein reduziert Arbeitsaufwand

Highlight des Lofts ist die realitätsnahe Präsentation verschiedener Kamin- und Ofenmodelle: 19 von knapp 30 können befeuert werden. Zwei raumluftunabhängige Kamtec LAS 20 W von Wienerberger mit Ziegelmantelstein ermöglichen das gleichzeitige Befeuern mehrerer Modelle – ein entscheidendes Kriterium für die Produktpräsentation im Ofenloft, aber auch für das Haustechnikkonzept.

Der Ringspalt des Schornsteins führt der Feuerstätte konzentrisch Verbrennungsluft zu. Durch Teilwärmedämmung wird bei dieser Lösung ein thermischer Auftrieb der Zuluft vermieden. Dadurch bleibt der Schornstein schlank. Der Kamtec LAS 20 W mit Ziegelmantelstein ist als Montagesystem konzipiert, was den Arbeitsaufwand auf der Baustelle erheblich reduziert. Zusätzlich punktet er durch großen Wärmedurchlasswiderstand und hohe Druckfestigkeit. Weiterer Vorteil: Da gebrannter Ton nicht schwindet, entstehen keine Putzrisse – sowohl am Mantelstein selbst, als auch zwischen Mantelstein und Wand. Zwei Öfen im Erdgeschoss des Lofts verfügen über eine Wasserführung, die das Wohnhaus mit Warmwasser für Bad und Heizung versorgen. Eine Lösung, die unter hiesigen Witterungsbedingungen völlig ausreicht. Als Backup-Variante kommt für das Privatdomizil ein Elektroheizstab im Pufferspeicher zum Einsatz.

„Unsere Vision, vom Keller bis zum Dach fast nur mit Ziegeln zu bauen, konnten wir aufgrund der Qualität, Wirtschaftlichkeit und Verarbeitungssicherheit der Produkte verwirklichen“, freut sich Dirk Reimann. „Das Raumklima ist exzellent. Der Lehmputz im Inneren tut sein Übriges und trägt ebenfalls zur Raumluft- und Wohnqualität bei – im Sommer wie im Winter.“ Die konsequente Bauausführung mit keramischen Baustofflösungen hat das Bauvorhaben auch zu einer guten Geldanlage gemacht.
 

Unser Projekt soll mehrere Generationen halten

Fragen an Dirk Reimann, Bauherr des Ofenlofts in Lohne
 
Welche Rolle spielte der Ziegel bei der Verwirklichung Ihres Bauprojektes?
 
Als Maurermeister kenne ich die Eigenschaften der verschiedenen Baustoffe sehr gut. Deshalb gab es keine Zweifel, dass für den Bau unseres Ofenlofts und des Wohnhauses so weit wie möglich Ziegel eingesetzt werden sollten.
 
Welche Vorteile sehen Sie?
 
Ziegel ist ein Naturbaustoff, der sich seit Jahrtausenden bewährt. Er ist nicht brennbar, wiederverwendbar und weist gegenüber anderen Mauerwerksbaustoffen die besten Feuchteschutzeigenschaften auf. Das wirkt sich positiv auf das Raumklima aus. Hinzu kommt ein guter Temperaturausgleich. Nicht umsonst wird in südlichen Ländern seit Jahrtausenden mit Ziegeln gebaut. Die Ziegel speichern im Sommer die Hitze des Tages und geben sie zeitversetzt in der Nacht ab. Die Oberfläche der Wand bleibt gleichmäßig temperiert, wodurch das Raumklima als sehr angenehm empfunden wird. Im Winter kehrt sich dieses Prinzip um. Diese positiven raumklimatischen Eigenschaften des Ziegels waren uns vor allem im Hinblick auf die Gesundheit unserer Kinder sehr wichtig.
 
Wie verhält es sich mit den Kosten?
 
Natürlich gibt es Baustoffe, mit denen Sie ein Gebäude billiger errichten können. Aber billig ist dann oft auch billig. Wenn Sie nach wenigen Jahren schon wieder die Fassade streichen, gar erneuern oder die Wärmedämmung ersetzen müssen, steigen die Wartungskosten. Ein Firmen- oder Wohngebäude stellt man sich ja nicht für ein paar Jahre hin, das soll mehrere Generationen halten. Dementsprechend langfristig muss man auch kalkulieren. Mit unserer Ziegelfassade werden wir auf Jahrzehnte hinaus keinerlei Instandhaltungsbedarf haben. Von Wertbeständigkeit und Langlebigkeit haben wir dabei noch gar nicht gesprochen. Da ist Ziegel eben auch eine solide Geldanlage.