BAU 2017: Poroton - Auf das Detail kommt es an

  • Systemergänzungen aus gebranntem Ton neu entwickelt
  • Bauphysikalische Leistungen optimiert
  • Poroton-Ziegelsystem weiter komplettiert
  • KfW- und EC6-konforme Details in der Wandkonstruktion

Hannover, Januar 2017 (PRG) – Der Teufel steckt manchmal im Detail, lautet ein Sprichwort. Das gilt auch für Gebäude. Nur eine korrekte Umsetzung konstruktiver Details bei Planung und Ausführung führt zu statisch und schallschutztechnisch sicheren sowie wärmebrückenoptimierten Konstruktionen. Dafür vorgefertigte Ergänzungsprodukte des Poroton-Ziegelsystems sparen auf der Baustelle darüber hinaus Handarbeit und Zeit. Gleichzeitig lässt sich die Ausführungsqualität durch standardisierte Produkte besser garantieren.

Markterfordernisse berücksichtigt

Wienerberger, Marktführer bei Hintermauerziegeln, stellt zur BAU 2017 eine ganze Palette an Systemergänzungen vor, die optimiert beziehungsweise völlig neu entwickelt wurden. Das Unternehmen reagiert damit auf Erfordernisse des Marktes, werden doch die Stellschrauben für Schall- und Wärmeschutz weiter angezogen. Für das Wachstum im Geschosswohnungsbau werden zudem mauerwerksgerechte Lösungen für die monolithische Ziegelbauweise gebraucht, die bei größeren Bauvorhaben systemkonform eingesetzt werden können und dem enormen Zeit-, Kosten- und Qualitätsdruck gerecht werden.

Deckenrand optimiert

Ein neuralgischer Punkt am Gebäude ist der Wand-Decken-Knoten. Hier greifen gleichzeitig statische, schall- und wärmeschutztechnische Anforderungen ineinander. Mit den weiterentwickelten KfW-förderfähigen und EC6-konformen Poroton-Deckenrandschalen DRS-Neo mit Neopordämmung oder DRS-MW mit einer Dämmung aus Mineralwolle werden die neuesten normativen Anforderungen an den erhöhten Wärmeschutz und die Statik erfüllt – bei Außenwandstärken von 30,0 bis 49,0 Zentimetern. Durch ein Nut- und Federsystem im Neopor ist im Stoßbereich der DRS-Neo ein fugenloses Versetzen möglich. Die DRS-Neo lässt sich zudem einfach, schnell und sicher mit dem Poroton-Dryfix-Kleber verarbeiten. Eine vertikale Anwendung der DRS-Neo 26 erfolgt zum Beispiel bei der schallschutztechnisch vorteilhaften Ein- beziehungsweise Durchbindung von Wohnungstrennwänden aus Planfüllziegeln Poroton-PFZ-T in die Außenwand.
 
Messepremiere in München hat das bewehrte Poroton-Ringbalkenschalsystem RBS-Neo 25. Die Bauteile sind auf beiden Seiten mit einer Innendämmung und einer Schwalbenschwanz-Nut zur Verkrallung mit dem Betonbauteil versehen. Damit sinkt bauseitig der Arbeitsaufwand durch Wegfall aufwendiger Schalungsarbeiten. Wärmeschutz, Statik und Aussteifung des Ringbalkens sind wesentlich verbessert.

Leicht- und Schwergewicht für Deckenschalung

Eine neue Systemergänzung stellt auch die Poroton-Ziegelblende ZB-Neo dar, ein leichtes Deckenschalelement für raumhohe Fenster oder Türen in Verbindung mit einem deckengleichen Stahlbetonsturz. Das Bauteil ist nicht tragend. Es besteht aus einer 12 Millimeter starken L-Ziegelschale und einer Neopordämmung mit Schwalbenschwanz-Nut sowie speziell eingearbeiteten Ankern zur Rückverankerung in der Stahlbetondecke. Für einen fassadenseitig homogenen Putzuntergrund sorgt gebrannter Ton in der Außenschale der Elemente.
 
Kein Leichtgewicht hingegen ist das Poroton-Deckenabstellelement DAE-Neo für bis zu 2,50 Meter lichte Öffnungen in der Außenwand. Es wird in den Längen von 3,00, 2,00 und 1,50 Metern produziert und besitzt einen integrierten Bügel zur einfachen Montage und Transport auf der Baustelle. „Gewichtgeber“ des Sandwichelements ist ein sechs Zentimeter starker bewehrter Betonstreifen. Eine gleichstarke Neopordämmung sorgt für den notwendigen Wärmeschutz. Eingearbeitete Flachstahlanker fixieren das Element nach dem Betonieren unterstützungsfrei in der Deckenkonstruktion.

Sichere Befestigung

Eine erfolgreiche Weiterentwicklung stellt Wienerberger auch bei den Poroton-Laibungsziegeln unter Beweis. Für alle Ziegeltypen, einschließlich der verfüllten, wurden auch diese Ergänzungsprodukte optimiert. Die Lochgeometrie ist dem Standardziegel angepasst. Durch einen Doppelsteg in der Mitte sind die Ziegel sauber teilbar. Eine nur noch einseitige Verzahnung macht durch glatte Laibungsflächen einen optimalen Fenster- und Türanschluss möglich. Ergänzt durch Poroton-Anschlagschalen lassen sich dadurch wärme- und befestigungstechnisch sichere Lösungen erzielen.
 
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